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5 Employer Branding Maßnahmen gegen Fachkräftemangel

Der Fachkräftemangel wird immer stärker in den deutschen Medien diskutiert, da der Bedarf an qualifizierten Arbeitskräften stetig steigt. Laut neuester Bertelsmann Studie müssten bis 2060 ungefähr 260.000 Arbeitnehmer hinzuziehen um den Bedarf an qualifizierten Arbeitskräften in Deutschland zu stillen. Um im "War for Talent" zu bestehen, investieren deshalb immer mehr Unternehmen in ihre Arbeitgebermarke und verwenden dabei neue Ansätze im Bereich des Employer Brandings. Doch welche Maßnahmen eignen sich um effektiv gegen den Fachkräftemangel vorzugehen? Dieser Artikel fokussiert sich auf 5 Maßnahmen, die basierend auf unserer Erfahrung dabei helfen den Fachkräftemangel effektiv entgegenzuwirken und Ihnen Struktur bei einer unternehmensweiten Employer Branding Strategieentwicklung bieten.


1. Fokus auf Ihre Employer Value Proposition


Bevor Sie Maßnahmen zur Steigerung Ihrer Arbeitgebermarke vornehmen, ist es wichtig, dass Sie Ihre Employer Value Proposition (EVP) definieren. Ihr EVP ist ein Versprechen an Mitarbeiter und potentielle Bewerber, welches Sie diesen geben. Es soll Ihr Alleinstellungsmerkmal als Arbeitgeber ausdrücken und definiert somit Faktoren, die Ihr Unternehmen vom Wettbewerb abheben. Hierbei ist es wichtig, dass keine allgemeinen Floskeln verwendet werden sondern eine klare Kommunikation der EVP im Vordergrund steht. Falls Ihr Unternehmen beispielsweise besonderen Wert auf Nachhaltigkeit sowie Vereinbarkeit von Familie und Beruf legt, könnten Sie dies in Ihre Personalmarketingstrategie einbauen. Ihre Markenbotschaft muss dabei in sichtbaren Maßnahmen reflektiert werden, denn Authentizität ist der Schlüssel zum erfolgreichen Employer Branding.


2. Leben und kommunizieren Sie Ihre Arbeitgeberwerte


Viele Unternehmen definieren und bewerben zwar lautstark ihre Kernwerte als Arbeitgeber, dennoch werden diese Werte nicht offen gelebt. Leere Versprechen, die Bewerbern und Mitarbeitern gegeben werden sind Gift für die Authentizität Ihrer Arbeitgebermarke. Dies führt langfristig zu schlechten (Online-) Bewertungen Ihres Unternehmens, wodurch der Unternehmensruf nachhaltig geschädigt werden kann. Achten Sie deshalb besonders darauf, dass sich ihre Employer Value Proposition im Tagesgeschäft widerspiegelt. Hierbei ist es oftmals hilfreich, wenn Mitarbeiter in Führungspositionen entsprechend geschult werden, da nicht jeder Mitarbeiter die Unternehmenswerte von sich aus lebt.


3. Platzieren Sie Ihre Employer Brand auf den richtigen Plattformen


Wenn Sie der Meinung sind, dass es eine intern authentisch gelebte Unternehmenskultur vorliegt, die sich in Ihrer Arbeitgebermarke widerspiegelt, dann sollte diese auch auf den richtigen Plattformen hervorgehoben werden. Es ist zwar gut und wichtig eine attraktive Unternehmenskultur zu haben und viele Mitarbeitervorteile anzubieten, dennoch muss dies effektiv an potentielle Bewerber kommuniziert werden. Besonders bei der Ansprache von jungen Talenten ist es wichtig, dass Sie diese Kommunikation auf den richtigen Social Media Plattformen durchführen. Bei der Platzierung Ihrer Arbeitgebermarke sollten Sie darauf achten, dass nur hochwertiger Content produziert wird, der Ihr Unternehmen vom Wettbewerb hervorhebt. Um diesen hohen Qualitätsanspürchen gerecht zu werden, ist die Zusammenarbeit mit auf Employer Branding spezialisierten Agenturen ratsam.


4. Messen Sie Ihre Employer Branding Fortschritte


Die Implementierung von Maßnahmen zur Steigerung Ihrer Arbeitgebermarke ist ein wichtiger Schritt um langfristig erhöhte Bewerberzahlen zu erreichen. Um den Erfolg von verschiedenen Maßnahmen zu messen und zu erkennen wie Ihre Arbeitgebermarke im Vergleich zum Wettbewerb positioniert ist, helfen entsprechende KPIs. VISUS Advisory empfiehlt die Implementierung von fünf Fokus-KPIs um Employer Branding Maßnahmen messbar zu machen:


  • Time-To-Hire: Misst die Zeit vom Tag, an dem ein Mitarbeiter eine Position verlässt bis diese neue besetzt ist.

  • Bewerber pro Position: Misst die Anzahl der Bewerbungen, die für eine neu ausgeschriebene Position eingegangen sind.

  • Klicks auf Bewerbungsbutton: Misst die Anzahl der Besucher auf Ihrer Karrierewebsite, die mit dem Bewerbungsbutton interagiert haben.

  • Applicant-to-Interview: Misst die Anzahl der Bewerber, die den internen Ansprüchen für ein Bewerbungsgespräch genügen und gibt Hinweise, ob Ihre Employer Branding Maßnahmen die richtige Zielgruppen ansprechen.


5. Unternehmensweites Employer Branding


Wenn Sie als Arbeitgeber bessere Bewerberzahlen und Mitarbeiterbindung durch Employer Branding erreichen möchten, ist es wichtig, dass sie entsprechende Maßnahmen unternehmensweit durchführen. Wenn Ihr Unternehmen beispielsweise nur auf einer Plattform aktiv Employer Branding betreibt, andere hingegen vernachlässigt, so führt dies zu einem Authentizitätsverlust. Vor diesem Hintergrund ist es wichtig erst einmal zu analysieren, auf welchen Plattformen Ihr Unternehmen aktiv vertreten ist um anschließend ein unternehmensweites einheitliches Auftreten festzulegen. Hierbei sollte darauf geachtet werden, dass Aussagen nicht widersprüchlich sind sondern auf allen Plattformen identisch kommuniziert werden. Es macht Sinn sich hierbei die zuvor definierte Employer Value Proposition vor Augen zu führen und zu hinterfragen, ob bestimmte Maßnahmen im Einklang mit dieser stehen.











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